Kambodscha im Schleudergang
2. November 2006
Adrenalinjunkies kann ich mit gutem Wissen und Gewissen Kambodscha ans Herz legen. Da kann eine Zugfahrt oder schon mal schnell zu einem kleinen Abenteuer werden.
Lest selbst was Jamie, ein Freund aus England, mir berichtet hat:
Well you would NOT BELIEVE my train journey! Fuck me, that was unbelivable! I don't think many people would have survived that!
It took 25 Hours to do about 200 Miles! I slept with a few pigs and a wild boare which where screaming the whole time like somebody was being murdered! I sat on the roof for a while and got hit by power cables, but luckily they where insulated so I didn't feel anything!
I was the only tourist on the train after half way, there was one other couple and they got off they couldn't hack it! It was like over 50 degrees inside and there is no electric or fan so all night it was in the dark! Also half of the train had AK-47s! They seem to carry an AK-47 here in case of an argument a bit like we might carry an umbella in-case it rains!
Blitzkneisser wie meinereiner haben das natuerlich schon im Vorfeld behirnt und wohlweislich einen Flug gebucht. In knapp einer Stunde hat man die Strecke hinter sich, der Spass kostet nur 25 Euro und abgesehen von zwei Nagelscheren (ich wusste bis nicht mal das ich zwei Nagelscheren besitze), die mir beim Boarding abgenommen wurden, kann ich keine Verluste beklagen.
Phnom Penh ist dann als solches relativ unspektakulaer. Ein paar Tempel, einige Bars fuer Touristen und das war´s dann auch schon mit den Highlights in Phnom Penh. Von 4.11.-6.11. findet ein grosses Fest mit Drachenbootrennen auf dem Tonle Sap und Mekong statt, zu dem ueber 2 Millionen Menschen erwartet werden. Vielleicht kann ich bei meiner Rueckreise von Siem Reap da auch noch einen Sprung vorbeischauen.
Etwa 15km ausserhalb der Stadt, am Ende der schlechtesten Strasse auf der ich mich jemals fortbewegt habe, befinden sich die „Killing Fields“. Ein Ort voller Massengraeber an dem zur Zeit der Roten Khmer mehre Tausend Menschen hingerichtet und verscharrt wurden. Mein Tuk-Tuk-Fahrer erklaerte mir einiges ueber dieses grauenhafte Kapitel in Kambodschas Geschichte, unter anderem auch, dass sein Vater auf den „Killing Fields“ getoetet worden war. Dieses sinnlose Morden in der Zeit zwischen 1975-1979 ist auch der Grund, warum fast eine ganze Generation an Menschen in Kambodscha praktisch fehlt. 40% der Gesamtbevoelkerung sind derzeit unter 15 Jahren.
Mehr Informationen zu den „Killing Fields“ und den „Roten Khmer“ gibt es bei Wikipedia.
Morgen beginne ich mit meiner dreitaegigen Besichtigung der Tempel von Angkor Wat.
Ein Artikel zu meinen Muay-Thai-Besuchen in Thailand ist noch in der Pipeline, die langsamen Internetverbindungen hier verhindern leider, dass ich die passenden Videos dazu uploade, hoffentlich funktioniert´s dann in Vietnam.
Hi markus, hoffe dir gehts gut. verfolge immer gespannt deine reiseberichte. scheint ja sehr aufregend zu sein. der neid springt mir aus dem gesicht ;-). wuensch dir einen wärmeren november als uns hier im jetzt kalten oesterreich. wie schauts mit den maedls auf deiner reise aus. meld dich mal per e-mail.
naechste woche findet das erste stammtischtreffen ohne dich als el praesidente statt anlässlich meines 30 ers. die luecke, die du zurzeit hinterlaest wird sich nicht fuellen lassen, aber du kommst ja wieder, oder? :-) alles gute und lg, EL Werner
Kommentar von EL Werner abgegeben am 9. November 2006
Na sicher komm ich wieder, keine Sorge! Aber ich sollt mich hier langsam mal nach einer Winterjacke umschauen, hab ich so das Gefuehl. Mir berichten alle nur mehr vom kalten Winter in Oesterreich. Ich hab seit 4 Wochen keine lange Hose mehr angehabt und schwitz mich hier zum Affen :-)
Kommentar von Markus abgegeben am 10. November 2006
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