Rio de Janeiro - O Primeiro Dia
21. Juli 2008

Wie immer bei solchen Reisen beginnt alles anders als erwartet. In meinem Fall war es eine kleine Verzögerung des Weiterflugs in Lissabon. „Technical problems on the airplane“ ist genau was ich vor einem Transatlantikflug hören will. Im Endeffekt mussten die Reifen gewechselt werden, teilte uns der Captain an Bord mit und wir starten mit 1,5 Std. Verspätung Richtung Rio.

Angekommen in Rio habe ich dann mein handliches Gepäck (siehe Fotos) in ein Taxi gepackt, da der internationale Flughafen von Rio nur Schließfächer für Handtäschchen hat. Nix wo ich mein Kitegepäck reinbringe jedenfalls. Mein ursprüglicher Plan den Zwischenstopp nur mit einem kleinen Rucksack zu bestreiten, war also schnell durchkreuzt worden, aber mit solchen Kleinigkeiten rechnet man ja.

Meine Bleibe für meinen ersten Zwischenstopp war Newton´s Rooftop im nobel klingenden Bezirk Copacabana. Einfach zu finden, wenn man bei Hostelworld nach der billigsten Absteige in Rio sucht. Von außen sieht es so aus als hätte es schon seit 7 Jahren zu. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, die Klingel funktioniert noch und es öffnet in der Regel auch jemand die Tür.

Die Zimmer sehen dann auch genau so aus, wie man sich das für den Preis erwarten kann. Ein kleines Vorhängeschloß sichert die marode Tür, die die Pappendeckelwände zusammenhält. Hat man die Wäscheleinen am Rooftop erst mal überwunden, kann man dann auch gleich den grandiosen Ausblick in die nächste Favela genießen, die einen Steinwurf vom Newton´s entfernt anfängt, ebenfalls unschwer bei den Fotos zu erkennen, um welches Bild es sich da wohl handelt. War aber insgesamt alles halb so schlimm, ich habe mich auf den Straßen jedenfalls immer sicher gefühlt und Newton und seine Angestellten sind richtig freundlich, man kann sich also alles in allem nicht beschweren um den Preis. Etwas skuril ist die ganze Bude aber dennoch. Muss man einfach mal selbst gesehen haben, sonst glaubt man es nicht.

Beim Frühstück habe ich dann ein österreichisches Pärchen - Andrea und Bernhard – kennengelernt. Dafür musste ich also um die halbe Welt fliegen, werden jetzt einige sagen. Die beiden waren aber sehr nett und so haben wir meinen ersten Tag in Brasilien gemeinsam verbracht. Beim Rundgang im Centro haben wir dann auch gleich die biologische Entdeckung des Tages gemacht - ein Capybara aka Wasserschwein, oder besser gesagt gleich ein ganzes Rudel davon. Beim Maracana-Stadion versuchten wir vergeblich für die beiden Tickets zu kaufen – kein Mensch spricht auch nur einen Brocken Englisch - und dann haben wir einen recht langen Aufenthalt am Zuckerhut absolviert. Die Gondel hing nämlich für satte 3,5 Stunden fest. Wir waren gottseidank schon oben und haben uns die Zeit mit ein paar Caipirinhas und Bier versüßt, während ein paar arme Schweine (nein, keine Wasserschweine) ca. 10 Meter vom Ausstieg in der Gondel festsaßen.

Ach ja, meine Ambitionen brasilianisches Portugiesisch zu lernen wurden von einer höheren Macht ausgebremst. Mein mp3-Player mit dem Audio-Kurs drauf, hat leider beim Hinflug den Geist aufgegeben und so blicke ich 3 langen Monaten ohne Musik und Fortbildung entgegen. Sei´s drum, soll Schlimmeres geben!

Gleich am nächsten Tag bin ich dann los nach Cumbuco in den Norden zum Kiten. Fotos davon kommen dann in Kürze.

Hier aber erst mal die Eindrücke von meinem ersten Tag.


Sehr coole Fotos!! Neid! :) Die Wasserschweine sind ja auch herzig - auf dem Schild steht doch sicher sowas wie "bitte nicht füttern", oder? Und warum ham die dann alle was nettes zum Fressen in den Pfoten? ;) Viel Spaß noch! Bussl

Kommentar von Jasmin abgegeben am 21. Juli 2008


au mann mich frisst der neid!

genieß die zeit und bleib weiter brav mit bloggen. solltest du technischen nachschub für linguistik-übungen oder musi brauchen, kann ich dir gern ein überlebenspaket schicken...
beste grüße
mask - der heute wieder seinen ersten arbeitstag nach dem urlaub absolviert hat. ein problem, das für dich ja noch länger nicht schlagend wird... ich kanns nur nochmal sagen: NEID!

Kommentar von mask abgegeben am 21. Juli 2008


@ Jasmin: Jep, da steht füttern verboten.
@ mask: sehr richtig! das problem namens arbeit hab ich in nächster zeit noch nicht ;-)

Kommentar von Markus abgegeben am 21. Juli 2008



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